Der TCM-Kongress in Rotenburg o.d.Tauber
Vom 31. Mai bis 5.Juni 2011 findet der 42. TCM-Kongress in Rothenburg o.d.Tauber statt. Es werden über 1200 Teilnehmende aus 30 Ländern erwartet. Der Kongress ist eine einzigartige Kombination aus Kompetenzakkumulation, Kommunikation und freundschaftlicher Atmosphäre, die eine optimale Plattform zum fachlichen Vergleich und persönlichen Austausch auf internationalem Niveau bietet.
Der Fachbereich Ohrakupunktur hat am Mittwoch, dem 1. Juni seinen offiziellen Auftritt in Rothenburg geplant. Wir bieten Ihnen einen ganztägigen Workshop zum Thema SCHMERZ. Das ist eine Gelegenheit für die Ehemaligen und für Ohrakupunkturpraktiker ihre Kenntnisse aufzufrischen, denn der Referent ist geht auf jede Frage ein. Und natürlich werden wieder Patienten behandelt. Jeder an der Ohrakupunktur Interessierte wird auch ohne vorherige Kenntnisse “mitgenommen”.
Der Referent ist Michael Noack, Jahrgang 1942 und seit über 35 Jahren Heilpraktiker mit Praxis in Berlin
 Seine Therapieschwerpunkte sind Ohrakupunktur, Akupunktur, Homöopathie, Irisdiagnose Herr Noack ist Leiter des Fachbereichs Ohrakupunktur der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V. und Lehrer beim Zentrum für Ohrakupunktur Berlin. Seine konsequent holistische Sicht auf die Dinge bestimmen die besonderen Strategien und Konzepte der Ohrakupunktur, die er lehrt. Er ist Autor des Buches: Arbeitsbuch Ohrakupunktur, akapit Verlagsservice,1. Auflage: Berlin 2000 und 2.Auflage: Berlin 2008 Neben Artikeln in verschiedenen Fachzeitschriften, hat als Co-Autor in Noll/Ziegler: „Der ältere Patient in der Chinesischen Medizin“ und in Noll/Kirschbaum: „Stresskrankheiten“, Elsevier 2006 mitgewirkt. www.ak-ohrakupunktur.de www.ohrakupunktur-ausbildung.de www.naturheilpraxis-noack.de
Ohrakupunktur
Konzept zur individuellen Schmerzbehandlung
Workshop am Mittwoch 01. Juni 2011 in Rothenburg
9:00–12:30, 15:00–18:30 Uhr, Grüner Salon
Aus heutiger, naturheilkundlicher Sicht stellt sich Schmerz grundsätzlich als ein Mangel an fließender Energie dar. Hier Schmerz, weil an eine Stelle des Körpers zu wenig Energie gelangt oder dort, weil hier zu viel Energie zur Verfügung gestellt wird und so ein Stau entsteht. Schmerz ist damit immer das Signal des Körpers auf eine Störung. Es ist ein Symptom einer Erkrankung. Schmerz ist eine Reaktion. Wir erfahren Schmerz als stark, schwach, ziehend, pochend, brennend, zuckend usw.. Er ist entweder akuter Natur, wenn z.B. eine Spontanverletzung ( das Knie gestoßen?!) zu einer lokalisierte strukturelle Läsion mit Prellungs - oder Wundschmerzen führt. Oder Schmerz ist chronisch, also auf ein länger währendes Geschehen zurückzuführen. Chronische Ursachen stellen sich als Stoffwechselprobleme mit im Ergebnis funktionellen Organstörungen und unter Umständen ausgelöst durch ein emotionales , sozialpsychologisches Geschehen dar. Es sind immer komplexe Prozesse, die Symptome wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Rückenschmerzen usw. auslösen.
Ohrakupunktur und Schmerz
Das Besondere der Schmerzbehandlung über das Ohr ist die Unmittelbarkeit der Wirkung des hier ausgeübten Reizes. Und natürlich ist die Ohrakupunktur insbesondere bei funktionellen Schmerzen von überzeugender Wirkung. Über das Ohr können alle Schmerzen, welcher Art sie auch sind, beeinflusst, gelindert und häufig ganz ausgeschaltet werden. Die Möglichkeiten reichen vom traumatischen Schmerz, z. B. nach Unfällen, über Neuralgien, wie Kopfschmerzen jeder Form, und Genese, Ischias, Phantomschmerzen, Schmerzen bei rheumatischen Anfällen oder bei Claudicatio intermittens usw. bis zum Herpes-Zoster-Schmerz. Und es ist von besonderer Wichtigkeit, dass der Therapeut die Wirkungen der Akupunktur sofort kontrollieren kann. Die Entscheidung über ihre Verwendung dieser Therapie bei Schmerz hängt von der Beurteilung der jeweiligen Situation des Patienten durch den Behandler ab.
Behandlungsstrategien
Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen einem chronischen und einem akuten Schmerzzustand
Chronischen Schmerz behandeln wir immer als einen Krankheitszusammenhang und zunächst mit den Schritten: Behandlungsstrahl, Polster und den Korrespondenzen. Erst jetzt, insbesondere dann, wenn wir noch nicht ausreichend auf das Schmerzgeschehen direkt einwirken konnten, gehen wir auf den Schmerz dort, wo er sich tatsächlich abbildet. Es muss klar sein, dass der Behandlungsstrahl, der eine Abbildung des zum Schmerz führenden Krankheitszusammenhanges ist, nicht auf die Abbildung des Schmerzes im Ohr führen muss und somit keine unmittelbare Auswirkung auf das Schmerzgeschehen hat.Das heißt, man kann nicht grundsätzlich davon ausgehen, das Ursache und Symptom auf eine Linie abgebildet werden. In der Regel führen Behandlungslinien, wie die Korrespondenzlinien oder Hilfslinien, die wir zusätzlich als Verbindung zwischen Korrespondenzpunkt und 0-Punkt finden, über die Stellen im Ohr, auf denen sich der Schmerz abbildet. Dabei ist es natürlich absolut wichtig, den wirklich virulenten Punkt zu finden. Wenn man jetzt nicht korrekt arbeitet, wird man keinen Erfolg haben.
Akute Schmerzen deren Ursachen erkennbar und zeitlich in einem unmittelbaren Zusammenhang zum Geschehen stehen, behandeln wir „locus dolendi“, d.h. wir gehen ausschließlich auf die Schmerzabbildungen ein. Tatsächlich ist die Systematisierung akut oder chronisch aber nicht eineindeutig. Denn es gibt eine Reihe akut auftretender Schmerzzustände, wie zum Beispiel Ischias oder Hexenschuss, deren spontanes Auftreten auf eine vorhandene Disposition zurückzuführen sind. Diese Disposition ist ein chronischer Prozess und es versteht sich von selbst, dass man in solchen Fällen den akuten Schmerz und die Disposition behandeln muss.
Die Ohrakupunktur ist eine energetische Therapie. Sie ist generell anwendbar, wenn davon ausgegangen werden kann, dass bei dem Patienten ausreichend Energie vorhanden ist und der erzeugte Energiefluss regulierbar bleibt.
Michael Noack Fachbereichsleiter Ohrakupunktur der ARGE TCM e.V.
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